Norcia-S.Eutizio-Piedivalle
Eine wunderschöne Tour von Norcia zum einsam
gelegenen Benediktinerkloster S.Eutizio. In der ruhigen
Atmosphäre der Valle Castoriana meint man noch die längst
vergangenen Zeiten zu spüren, als das Hochtal als Aufenthaltsort
von Einsiedlermönchen diente - es herrscht eine durch und durch
meditative Stimmung!
Dauer: vier Std., Variante 2.45 Std.
Anstiege: gut 500 Höhenmeter, Variante: rund
150 Höhenmter.
Verpflegung: Trattoria Biancofiore am
Endpunkt der Wanderung neben dem Kloster Sant’Eutizio, einfaches und
sehr preisgünstiges Essen (Mittagessen bis etwa 14.30 Uhr,
sicherheitshalber vorher anrufen, Tel. 0743 939 319. Freitag Ruhetag).
Trinkwasser gibt es in mehreren Orten am Wege.
Abkürzung: Bis zur Paßhöhe Forca
d’Ancarano kann man mit dem Taxi fahren (Signor Della Mora, Norcia, Tel.
0743 816 455 oder 338 747 1411), Fahrpreis 10 Euro. Die Wanderung
verkürzt sich um 1.15 Std. und 400 m Anstieg. An der Forca
d’Ancarano nehmen Sie den von der Straße nach rechts
abzweigenden Weg und schlagen nach ganz kurzem Stück einen
Feldweg nach links ein. (Wenn Sie hier irrtümlich geradeaus gehen,
gelangen Sie nach 30 Metern zu einem Brunnen). Weiter wie unten hinter
Forca d’Ancarano, "Feldweg nach rechts".
Rückfahrt: Für die Rückfahrt nehmen
Sie in Piedivalle den Linienbus um 13.45 (nur werktags. Besser 5 min
vorher ankommen, dem Fahrer Handzeichen geben!). Der Bus fährt
talabwärts, also nicht zurück in Richtung Norcia! Das Ziel
ist Borgo Cerreto. In Borgo Cerreto (Ankunft 14.30) haben Sie
Anschluß an den Bus nach Norcia (Umsteigen in Serravalle,
Ankunft in Norcia 15 Uhr). - Fahrkarten kaufen Sie am besten in einem
Tabacchi-Geschäft in Norcia; im Bus sind sie etwas teurer.
Die Fahrzeiten können Sie unter Tel. 0743 212 211 oder hier überprüfen.
Rückfahrt mit Taxi: vgl. oben
"Abkürzung". Der Fahrpreis für die Fahrt S.Eutizio-Norcia
beträgt rund 20 Euro.
Im letzten Wegstück zwischen S.Salvatore und
S.Eutizio verläuft ein kurzer Abschnitt (knapp 10 min) sehr
schmal am Hang. Hier ist unbedingt Aufmerksamkeit geboten, vor allem
wenn der Weg nach Regenfällen rutschig ist.
Man verläßt die Altstadt von Norcia
durch das nordöstliche Stadttor (Porta Palatina), geht hinter dem
Tor nach links, biegt dann in die erste Straße nach rechts und
erreicht die Straße in Richtung Visso. 150 Meter auf dieser
Straße, bis sie eine scharfe Rechtskuve beschreibt. Hier biegt
man in einen geradeaus weiterführenden Fußweg, der
allmählich nach Nordosten ansteigt. Man erreicht erneut die
Straße, überquert sie, geht in gleicher Richtung weiter wie
bisher. Der Weg biegt bald darauf scharf nach rechts, in Richtung auf
ein Gehöft; hier geht man geradeaus weiter, steigt im
Taleinschnitt nach Nordosten an und erreicht den Paß Forca
d’Ancarano (1008 m, 1.15 Std. ab Norcia).
Man biegt auf der Höhe nach links, passiert einen Brunnen
(Trinkwasser), wendet sich 50 Meter dahinter (zwischen dem Brunnen und
der Straße) in einen Feldweg nach rechts, der zunächst
leicht ansteigt und sich dann senkt. Absteigend gelangt man zu einem
Sträßchen, geht auf ihm nach rechts, erreicht den Ort Pié
di Rocca (gut 1.30 Std. ab Norcia).
Im Dorf biegt man nicht auf das abwärts führende
Sträßchen nach links, sondern geht geradeaus weiter. Der
Asphalt hört wieder auf, man geht - eben bzw. leicht abwärts
- etwa 20 min am Hang weiter bis zur Häusergruppe Capo
del Colle.
Zwischen den Häusern geradeaus bis zu einem Brunnen, hier nach
links (nicht dem Rg. S.Eutizio ausgeschilderten Weg nach rechts
folgen!) und gleich in den ersten Weg nach rechts. Vorbei an einigen
Erdbeben-Baracken, gleich dahinter bei einer Gabelung rechts.
Unterhalb der schönen Ortschaft Campi Vecchio überquert man
eine Asphaltstraße und geht auf breitem Weg geradeaus weiter. An
einer Kirche (S.Antonio) vorbei, 100 m danach nach links, bei der
nächsten Abzweigung nach rechts, anschließend wieder links
zur Kirche S. Salvatore an der Straße (2.30
Std.). Die Kirche aus dem 14./15.Jhdt. hat zwei schöne
Rosenfenster; durch Öffnungen in der Fassade blickt man in das
nicht zugängliche Innere mit Fresken aus dem ausgehenden
Mittelalter und der Renaissance.
Von der Straße biegt man vor der Kirche in einen Weg nach rechts
(nach Norden), nimmt nach 200 m die zweite Abzweigung nach links. Bei
einer Gabelung (2.50 Std.) geht man links (rechts steht hier in 50 m
Entfernung die Kirche Madonna della Croce). Der Weg senkt sich
für ein kurzes Stück, steigt dann vorübergehend steil
an, verläuft schließlich eben, verengt sich zu einem
schmalen Pfad. Auf wunderbarem - allerdings z.T. sehr schmalem und
gelegentlich von Gebüsch überwuchertem - Maultierpfad geht es
im Wald hoch über dem Tal weiter.
Der Pfad überquert eine alte, angeblich aus der Römerzeit
stammende Steinbrücke und verläuft dann weiter am
Taleinschnitt (nach der Brücke folgt nochmal ein kurzer Anstieg).
Bei zwei Abzweigungen nach rechts bleibt man auf dem - hier besonders
schmalen - Pfad hart am Abhang.
Am Ende des Taleinschnitts folgt man nicht den Viehpfaden nach links
abwärts, sondern wandert auf gleicher Höhe weiter (leicht
rechts halten). Man gelangt absteigend schließlich in das
Dörfchen Acquaro, geht durch den Ort und am
Ortsende nach links. Der Weg biegt gleich wieder nach rechts, scheint
in einem Privatgrundstück zu enden, führt aber - z.T. stark
überwachsen - in fünf Min. zum unterhalb sichtbaren Kloster S.
Eutizio (3.50 Std.).
Sant’Eutizio entstand bereits vor dem Jahr 1000 bei den
Gräbern von Eremiten, die einst in großer Zahl in diesem Tal
lebten. Die heutige romanische Kirche wurde 1190 errichtet; im
14.Jhdt. wurde die gotische Apsis angebaut. Am Hauptalter sieht man
ein gemaltes Kruzifix von Nicola da Siena (15.Jhdt.), hinter dem
Hauptaltar steht das Renaissance-Grabmal des hl. Eutizio.
Bemerkenswert ist auch das geschnitzte Chorgestühl.
Vom Kloster wandert man auf einem
Asphaltsträßchen in gut 10 min abwärts zum Dorf Piedivalle,
dem Endpunkt der Wanderung.
Zurück
|