Toskana

Der größte Teil der Toskana ist zum Wandern geeignet. Neben der "klassischen", viel fotografierten Bildband-Toskana der Weinberge, Olivenhaine und Zypressenreihen zwischen Florenz und Siena kann man dabei auch ganz andere Landschaften entdecken: die steilen Marmorberge der Apuanischen Alpen im Nordwesten, das sanft gewellte, markante Hügelland der Crete um Pienza und Montepulciano, die Mittelgebirgszonen des Apennin, die weite, kaum besiedelte Hügelregion der Maremma,  die Küsten- und Bergtouren auf Elba. Das alles sind wunderbare Wandergebiete, ganz besonders im Mai und Juni, wenn Ginster, Mohn, Orchideen und viele andere Blumen die Landschaft mit starken Farben überziehen. In den Hügelregionen mit der immergrünen Vegetation von Ölbäumen, Steineichen und Zypressen kann man auch an sonnigen Wintertagen glücklich werden. Nur die Zeit von Ende Juni bis Anfang September ist zum Wandern ungeeignet: Tagsüber wird es meistens zu heiß.
Die Region ist für Wanderer vergleichsweise gut erschlossen: Für viele Gegenden gibt es ordentliches Kartenmaterial und in mehreren deutschsprachigen Veröffentlichungen werden Touren in der Toskana beschrieben. Auf die örtlichen Markierungen (z.B. vom Club Alpino Italiano und den Provinzverwaltungen) ist leider kein Verlaß: Viele Wege wurden ohne Gefühl für die Landschaft markiert und führen über langweilige Strecken.
Meine eigene Auswahl der schönsten Wege steht im Reiseführer "Wandern in der Toscana" (DuMont, 4.Aufl. 2007, 12 Euro). Aktualisierungen des Buchs finden sich hier.
Besonders schön sind die mehrtägigen Streckenwanderungen. In vierzehn Tagen kann man dabei die  gesamte Region durchqueren: In fünf Tagen gelangt man von Florenz nach Siena, in weiteren neun Tagen von Siena nach Pitigliano. Auf einer kürzeren Variante des zweiten Abschnitts wandert man in fünf Tagen von Siena nach Montepulciano.

Organisierte Individualtouren in der Toskana (Hotelreservierung, Gepäcktransport, Wegbeschreibungen u.a.): www.italienwandern.com/Wanderreisen.html